Motivationsschreiben

16. Mai 2016

Das Motivationsschreiben – oder auch Bewerbungsanschreiben genannt – ist ein sehr wichtiger Bestandteil Deiner Bewerbungsunterlagen. Es spiegelt Deine Motivation für Dein Wunschunternehmen wider und sollte deshalb beim Verfassen einer hohen Bedeutung unterliegen. Im Folgenden findest Du Tipps zu Formalitäten sowie zum Inhalt eines Motivationsschreibens.

Motivationsschreiben

Formalitäten:

Jedes Motivationsschreiben beginnt mit einer Kopfzeile. Damit Dein Wunschunternehmen Dich kontaktieren kann, solltest Du auf die Vollständigkeit Deiner Daten achten. Um gleich etwas Struktur in das Dokument zu bringen, solltest Du die Kopfzeile nutzen, um Deine Kontaktdaten im Motivationsschreiben anzugeben.

Darunter folgt der „Empfänger-Block“. Hier finden die Daten Deines Wunschunternehmens ihren Platz. Ist in der Stellenanzeige ein Ansprechpartner explizit angegeben, solltest Du diesen natürlich auch in Deinem Bewerbungsanschreiben angeben.

Auch bei der Ansprache gilt: Ist ein Ansprechpartner vorhanden, sprich diesen explizit an.

Vielleicht hast du schon mal etwas über die DIN 5008 gehört. Diese ist eine Norm, die vom Deutschen Institut für Normung erarbeitet wurde. Dabei handelt es sich um freiwillige Standards, die vor allem in der Wirtschaft und im Geschäftsleben Anwendung finden. Die DIN 5008 legt Standards für das Erstellen von Geschäftsbriefen fest.

Vorsicht: Solltest Du Dich im Ausland bewerben, gelten hier oft andere Formalitäten. Lese hierzu die Internationalen Bewerbungsstandards.

 

Inhalt:

In der Einleitung Deines Motivationsschreibens hast Du die Chance, sofort Aufmerksamkeit zu erwecken und den Personalmanager neugierig auf Dich zu machen.

Um den Hauptteil zu verfassen, solltest Du Dir erst einmal die folgenden Fragen stellen:

  • Wieso passe ich zu dem Unternehmen?
  • Was qualifiziert mich und was macht mich zu einer wertvollen Arbeitskraft?

In der Stellenanzeige Deines Wunschunternehmens findest Du wichtige Anhaltspunkte. In ihr beschreibt der Arbeitgeber, welche Anforderungen er an Dich als Bewerber hat. Gehe in Deinem Hauptteil also unbedingt auf diese ein.

Es sollten jedoch keine Punkte wiederholt werden, die schon in Deinem Lebenslauf stehen. Vielmehr soll verdeutlicht werden, warum Du Dich auf die Stelle bewerben möchtest und warum Du der- oder diejenige bist, den Dein Wunschunternehmen unbedingt einstellen muss. Fasse also alle Leistungen, Erfahrungen sowie Erfolge zu einem flammenden Plädoyer für Dich zusammen.

Im letzten Abschnitt Deines Hauptteils solltest Du auf Deine sozialen Kompetenzen eingehen. Typische Fähigkeiten sind Teamfähigkeit, Ausdauer, Belastbarkeit und Empathie. Denn ein guter Mitarbeiter sollte beispielsweise nicht nur einen makellosen Lebenslauf haben, sondern auch ein gutes Verhältnis mit seinen Kollegen pflegen.

Der Schlussteil verleiht Deinem Anschreiben den letzten Schliff. Hier drückst Du in ein bis zwei Sätzen Deine Bereitschaft für das Vorstellungsgespräch aus und dass Du Dich auf ein persönliches Gespräch freust.

 

Don’ts:

  • Standardschreiben vermeiden – fertige für jede neue Bewerbung ein neues individuelles Schreiben an
  • Floskeln vermeiden
  • Keine langen Sätze mit vielen Kommas
  • Keine Übertreibungen – falls Du Dich mit falschen Lorbeeren schmückst, wird dies Dein Gegenüber spätestens beim Vorstellungsgespräch bemerken
  • Keinen Konjunktiv verwenden – „Könnte, würde, sollte“ drücken wenig Selbstbewusstsein aus. Du „könntest“ nicht, sondern Du „kannst“!!

 

Wenn Du diese Tipps in Deinem Motivationsschreiben berücksichtigst, kannst Du Deinem Wunschunternehmen ein Stück näher kommen.