Etikette

16. Mai 2016

Du hast eine Zusage für ein Vorstellungsgespräch in Deinem Wunschunternehmen erhalten? Herzlichen Glückwunsch!

Jetzt geht es in die heiße Phase. Neben dem inhaltlichen Vorbereiten auf Dein Bewerbungsgespräch solltest Du Dir um Dein Auftreten (Kleidung, Gestik und Mimik) ebenfalls Gedanken machen.

Bei einem Vorstellungsgespräch geht es in erster Linie darum, sich gegenseitig kennenzulernen. Der Personaler möchte herausfinden, ob sein erster Eindruck durch Deine Bewerbung stimmt und ob Du eine passende Kandidatin bzw. ein passender Kandidat für diesen Job sein könntest. Der erste Eindruck fängt bereits bei der Begrüßung und Deinem Äußeren an.

Hier erhältst Du wertvolle Tipps bezüglich der Etikette in einem Bewerbungsgespräch, sprich wie Du Dich gegenüber Deinem Gesprächspartner verhalten solltest und welche Kleidung angemessen ist.

Etikette

Kleidung:

Ein wichtiger Teil der Etikette ist Deine Kleidung. Bei der Auswahl ist es wichtig, dass Deine Kleidung einerseits zu der angestrebten Position passt und andererseits, dass Du Dich darin auch wohlfühlst. Wie bei einem Bewerbungsfoto gilt: Knappe Kleidung sollte auf jeden Fall vermieden werden. Tattoos oder Piercings solltest Du verdecken.

Die Kleidung hat großen Einfluss darauf, wie Du von anderen wahrgenommen wirst. Frauen und Männer müssen dabei unterschiedliche Dinge beachten und werden deshalb im Folgenden getrennt betrachtet.

Kleidung im Vorstellungsgespräch für Damen:

Frauen sollten zu knappe und freizügige Kleidung in einem Vorstellungsgespräch auf jeden Fall vermeiden. Denn dies wirkt unseriös und signalisiert Flirtbereitschaft. Ebenfalls solltest Du keine roten Kleidungsstücke tragen. Diese wirken auf viele Menschen oft unbewusst aufreizend oder aggressiv.
Angebracht sind hier farblich aufeinander abgestimmte Kostüme (Blazer + Rock) oder Hosenanzüge mit schlichter Bluse,  sowie Business-Kleider. Je nach Unternehmen oder Fachrichtung weicht der angebrachte Kleidungsstil leicht ab. Frauen, die nur selten einen Rock tragen, sollten im Vorfeld einen eleganten Sitz mit einem Rock oder Kleid üben. Die Schuhe sollten nicht zu hoch sein und vor allem solltest Du auch problemlos darin laufen können.

Beim Schmuck für Frauen gilt: Weniger ist mehr. Vermeide zu viel „Bling Bling“ oder große Statement-Accessoires. Diese lenken nur ab.

Kleidung im Vorstellungsgespräch für Herren:

Für Männer sind Lederschuhe, Anzug, Hemd und Krawatte Pflicht. Die Schuhe müssen zum restlichen Outfit passen. Daher sollten beispielsweise Schuhe und Gürtel aufeinander abgestimmt sein. Dies zeugt von Stil und Selbstbewusstsein. Du solltest außerdem weiße Socken unter einem schwarzen Anzug meiden. Ausnahmen bieten junge Unternehmen wie Start-Up-Unternehmen. Hier kann die Kleidung etwas legerer ausfallen. In jedem Fall solltest Du aber ein Hemd tragen.

Ein Ring, ein Armband oder eine Uhr sind klassische Schmuckstücke von Männern.

Weitere Tipps für die Kleidung im Vorstellungsgespräch für Frau und Mann:

  • Wenn Du unsicher bist, welchen Dresscode Du für das Vorstellungsgespräch wählen solltest: Schaue auf der Webseite Deines Wunschunternehmens nach, wie die Mitarbeiter gekleidet sind, z. B. auf der Team-Seite.
  • Ziehe Dein ausgewähltes Outfit vorher an. Achte dabei auf Bewegungsfreiheit und einen bequemen Sitz.
  • Hol Dir Feedback von Deinen Freunden oder Deiner Familie ein.
  • Sneakers oder sonstige Sportschuhe bitte vermeiden.
  • Bitte Jeans vermeiden, lieber eine Stoffhose, Rock bzw. Anzughose wählen.
  • Bei Männern: Zu Deinem perfekten Erscheinungsbild gehören auch eine ordentliche Frisur sowie ein gepflegter Bart.

 

Gestik und Mimik:

Zu einer guten Etikette gehört auch, dass Du auf Deine Körpersprache achtest, denn sie verrät Deinem Gegenüber, wie Du Dich wirklich fühlst. Im Vorstellungsgespräch hängt die Wirkung Deiner Selbstpräsentation enorm von der Mimik und Gestik ab. Zur Mimik und Gestik zählen Deine Gesichtszüge, Deine Körperhaltung sowie Deine Bewegungen. Passen diese Verhaltensweisen zum Rest Deiner Persönlichkeit, entsteht bei dem Personaler ein stimmiges Bild.

Das Bewerbungsgespräch bereits richtig beginnen:

Bei der Begrüßung solltest Du Deine Hand erst ausstrecken, wenn Dein Gegenüber Dir seine Hand reicht. Ein kurzer fester Händedruck zusammen mit Blickkontakt und einem sympathischen Lächeln vermittelt dem Personaler eine selbstbewusste Bewerberin bzw. einen selbstbewussten Bewerber.

Setze Dich erst auf den Stuhl, wenn Dein Gegenüber ihn Dir anbietet. Setze Dich danach aufrecht hin, aber nicht übertrieben. Deine Beine sollten fest nebeneinander stehen und die Hände locker auf dem Tisch oder im Schoß liegen. Im Verlauf des Gesprächs sollte sich Deine Haltung Deinem Gesprächspartner anpassen. Profis sprechen dabei vom „Spiegeln der Körpersprache“ (Chamäleon-Effekt).

Während des gesamten Gesprächs solltest Du immer Blickkontakt halten. Lasse Deinen Gesprächspartner IMMER aussprechen! Um Aufmerksamkeit und Verständnis zu signalisieren, kannst Du zwischendurch ruhig mit dem Kopf nicken.

Am Ende Deines Vorstellungsgespräches reichst Du Deinem Gesprächspartner erneut die Hand und blickst ihm dabei in die Augen. Bedanke Dich für die Einladung zu einem Gespräch und für seine Zeit. Danach verlässt Du mit einem selbstbewussten „Auf Wiedersehen“ und einem Lächeln auf dem Gesicht den Raum. Gehe aufrecht aus dem Firmengebäude, denn das signalisiert erneut Selbstbewusstsein, falls Dir jemand nachsieht.

Geschafft!

 

Diese Don’ts in einem Vorstellungsgespräch solltest Du unabdingbar vermeiden:

  • Fehlender Blickkontakt
  • Kein Lächeln
  • Schlaffer Händedruck
  • Schlaffe, krumme Körperhaltung
  • Verschränkte Arme
  • Nervöses Zappeln
  • Zu leises Reden

 

Du siehst, man kann sich im Voraus auch auf nonverbales Verhalten vorbereiten. Wenn Du die vorangegangenen Tipps zur Etikette beachtest, kann bei Deinem Bewerbungsgespräch nicht mehr viel schief  gehen.